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Betriebliche Altersversorgung als Imageträger und Bindemittel für ihre Mitarbeiter

Der Kampf um die guten Mitarbeiter (damit sind im Textverlauf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeint) dürfte sich nach allen Prognosen für die Zukunft weiter verschärfen. Daher stellt sich als eine wichtige unternehmerische Frage: Wie bekomme ich die guten Mitarbeiter und wie halte ich sie? Mit der betrieblichen Altersversorgung? Nun gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter gewinnen kann. Es stellt sich aber die Frage, was davon zielführend ist. Vieles von dem ist eher einem Aktionismus geschuldet, der zudem die Verwaltung übermäßig strapaziert und beim Mitarbeiter nicht mehr als einen einmaligen Aha-Effekt hervorruft.

Betriebliche Altersversorgung – konzentrieren Sie sich auf EINE Maßnahme

Nach Auffassung des Autors ist es besser, sich auf eine Maßnahme zu konzentrieren, diese dafür aber richtig zu machen und gleichzeitig einfach zu halten. Als Ausgangsüberlegung sollte sich der Firmeninhaber in die Situation seines Mitarbeiters versetzen, um das für ihn schwerwiegendste Problem zu erkennen. Ein Blick auf die jährlichen Mitteilungen der gesetzlichen Rentenversicherung lässt sehr schnell erahnen, dass alle Ihre Mitarbeiter ein Problem bei der Altersversorgung haben. Vielen ist zudem nicht bekannt, dass es sich bei den ausgewiesenen Renten um Bruttobeträge handelt.

Die betriebliche Altersversorgung kennt 5 verschiedene Durchführungswege, von denen ich zwei herausgreife, die Direktversicherung (DV) und die Unterstützungskasse (U-Kasse). Grundsätzlich sollten Sie als Arbeitgeber nur dann Geld in eine betriebliche Altersversorgung zahlen, wenn der Mitarbeiter selbst von seinem Bruttolohn Entgelt wandelt. Ein Geschenk wird nur beim ersten Mal registriert und danach als eine Selbstverständlichkeit erachtet. Dann sollte allerdings die Förderquote vom Arbeitgeber deutlich höher liegen als die gesetzlich vorgeschriebenen 15 %., mindestens bei 50 % des Betrages, den der Mitarbeiter einsetzt. Bis zu 20 %-Punkte erhält der Arbeitgeber durch die Einsparung von gesetzlichen Abgaben, so dass 30 %- Punkte verbleiben. Der zusätzliche Arbeitgeberaufwand entspricht nur einem marginalen Teil an der Gesamtlohnsumme. Grundsätzlich erfolgt eine monatliche Zahlungsweise, damit auf jeder Gehaltsabrechnung erscheint, was Sie als Arbeitgeber für ihren Mitarbeiter tun.

Mit der Direktversicherung beginnen Sie

Sie ist der einfachste Durchführungsweg und kann dem Mitarbeiter mitgegeben werden, wenn er das Unternehmen wechseln sollte. Bei der DV steht die lebenslange Rentenzahlung im Vordergrund.

Die U-Kasse setzen Sie dann ein, wenn die Betriebszugehörigkeit nach x Jahren besonders belohnt werden soll oder bestimmte Mitarbeitergruppen besonders gefördert werden sollen. Die Kapitalzahlung aus der U-Kasse wird steuerlich in etwa wie eine Abfindung behandelt wird. Damit gestalten ihre Mitarbeiter ihren eigenen Vorruhestand und belasten das Unternehmen nicht durch krankheitsbedingte Lohnfortzahlungen im Alter.

Welche Ausgestaltung zweckmäßig ist und welche Dinge sie unterlassen sollten, das ist Inhalt der Unternehmergespräche im Vorfeld.

Implementierung Ihrer betrieblichen Altersversorgung

Für die Implementierung Ihrer betrieblichen Altersversorgung ist es wichtig, dass sie einen Partner an ihrer Seite haben, der Sie bei dem Prozess begleiten kann. Zudem sollte er als Makler einen guten Marktüberblick und einen vollen Zugriff auf alle Versicherungsunternehmen haben sowie in diesem Auswahlverfahren auch auf die leistungsstärksten Gesellschaften zurückgreifen können. Denn der Makler arbeitet stets im Auftrag des Arbeitgebers und nicht im Auftrag einer Gesellschaft, ein bedeutender Unterschied zu Versicherungsvertretern. Folgende Vorgehensweise hat sich dabei bewährt:

  1. Im ersten Schritt wird die Struktur der Belegschaft und die für Sie wesentlichen Frage- und Zielvorstellungen erfasst, wie zum Beispiel: „Immer dann, wenn sie sich gut eingearbeitet haben und eigentlich etabliert sind, dann kündigen sie“.
  2. Im zweiten Schritt erfolgt die betriebsindividuelle Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung mit Bezug auf die Durchführungswege, die Höhe der Förderung, eine nach objektiven Kriterien vorgenommenen Gruppenbildung, die Belohnung der Betriebszugehörigkeit. Alles das wird dann in einer verbindlichen Versorgungsordnung niedergeschrieben.
  3. Danach erfolgt die Information und ein persönliches Gesprächsangebot an jeden Mitarbeiter, in dem die individuellen Vorteile dargelegt werden. Jeder Mitarbeiter, der sich für die betriebliche Altersversorgung entschließt, erhält einen Ordner mit allen Unterlagen, der Herleitung, den individuellen Vorteilen und den Ergebnissen.
  4. Der Makler steht dem Unternehmen dauerhaft für die Umsetzungen zur Verfügung und für die notwendigen Anpassungen im Zeitablauf.

Mit dieser Vorgehensweise erzielen sie eine Beteiligungsquote von bis zu 90 % und damit einen langfristigen Effekt bei Ihren Mitarbeitern und für ihre Firma.

Autor:

Hartmut Schulze-Edinghausen

Dipl. Ing. agr.
Finanzmakler Gesellschafter
Auf dem Großen Feld 6
53809 Ruppichteroth

h.schulze-edinghausen@plansecur.de

Schlagworte: Betriebliche Altersversorgung, Mitarbeiter binden
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